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Die Gemeinde Ernen liegt im Goms auf der linken Seite des obern Rhonetals, eingebettet in die alpine Bergwelt auf 1‘200 m über Meer und zählt 530 Einwohner.
Ihr Territorium besteht seit der Fusion vom Frühjahr 2005 aus den früheren Gemeinden Ausserbinn, Ernen, Mühlebach und Steinhaus. Zur Gemeinde Ernen gehört seit 1872 auch der Weiler Niederernen.
Ernen wurde 1979 mit dem Henry-Louis-Wakker Preis als Auszeichnung für das besonders schöne und gut erhaltene Dorfbild geehrt. Herausragend sind die drei Dorfbilder von nationaler Bedeutung. In Mühlebach steht die älteste Siedlung aus Holz in der Schweiz. Sehenswert ist auch die 1510 bis 1518 erbaute Kirche St. Georg. die Kapelle Maria Hilf 1690-1709) sowie im Ortsteil Niederernen die 1684 erbaute Kapelle des heiligen Antonius von Padua. In Ernen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein und doch braucht weder der Bewohner noch der Feriengast auf die heute selbstverständlich gewordenen Annehmlichkeiten eines modernen Lebens zu verzichten. Kabelfernsehen und Internet sind ebenso selbstverständlich wie die das gute Angebot des täglichen Bedarfs. Ein besonderes Erlebnis sind die Konzerte des Musikdorfs. Ernen ist Teil des Landschaftsparks, ein «Regionaler Naturpark von Nationaler Bedeutung».
Wenn man im Sommer nach einer Wanderung durch die schöne Bergwelt zurück ins Dorf findet, kann man den Tag mit einem Besuch eines klassischen Konzertes in der barocken Kirche ausklingen lassen, man lässt sich in einem der Restaurants verwöhnen oder sitzt gemütlich in einem Garten und geniesst die schöne Bergwelt. Im Winter ist Schneeschuhlaufen, Skifahren oder Langlaufen angesagt.
Das örtliche Skigebiet Ernergalen ist vorläufig nicht mehr in Betrieb, im nahen Aletschgebiet kann aber nach Herzenslust dem Wintersport gefrönt werden.
Ernen liegt verkehrsgünstig zwischen den Pässen Albrun, Griess, Furka und Grimsel und profitierte jahrhundertelang als Verkehrsumschlagplatz von dieser Lage. Der Bau einer modernen Straße und der Eisenbahnlinie auf der anderen Rhone-Talseite setzte den Ort verkehrstechnisch ins Abseits und führte zu einem wirtschaftlichen Rückgang. Beispiele für den ehemaligen Reichtum der Gemeinde sind markante Gebäude, wie das Rathaus (1762), das Tellenhaus (1578), das Kapuzinerhaus (1511), das Schulhaus (1538), das Mathäus-Schiner-Haus (1603), das St.-Georg-Haus (1629), das Sigristen-Jost-Haus (1580).
Das Tellenhaus soll die ältesten Tell-Fresken der Schweiz zeigen.
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